Schiedsrichter zog Ernestinern den Zahn
Eintracht Eisenach - Ernestiner SV Gotha 27:19 (10:13)
In einem denkwürdigen Spiel, was viele ESV-Spieler so noch nicht erlebt hatten, verloren die Ernestiner Handballer am Ende viel zu hoch bei Eintracht Eisenach.
Der ESV nahm das Selbstvertrauen aus den beiden Heimsiegen der vergangenen Wochen mit und führte die komplette 1. Halbzeit bei den erfahrenen Gastgebern. Allerdings gelang es den Residenzstädtern nicht sich abzusetzen. Besonders Torhüter Seitz zeigte im 1. Durchgang eine starke Leistung mit 3 gehaltenen SIebmetern und mehreren vereitelten freien Würfen. Nach 30 Minuten ging der ESV mit einer verdienten, aber zu niedrigen Pausenführung in die Halbzeit.
Anscheinend gefiel das einem der der beiden Schiris nicht, denn was in der zweiten Halbzeit folgte, hatte auch nix mit einem schlechten Tag zu tun. Kurz nach Wiederbeginn wird dem ESV ein glasklarer Konter abgepfiffen, da er nach Meinung des Schiedsrichters die Decke berührte. Kurze Zeit später pariert der Eisenacher Torhüter ein Wurf von Liening mit dem Kopf. Der Ball rollt ins Tor. Statt dem ESV Tor zu geben oder wenigstens 9m ,wird auf Ballbesitz Eisenach entschieden. In der 45. Minute erhält Mitrovic eine 4min Zeitstrafe, weil er dem Schiri nur mitteilte, dass der Gegner 4 Schritte gemacht hat. Diese klaren Fehlentscheidungen und die vielen kleinen Bevorteilungen für die Gastgeber führten dazu, dass Eisenach in der 45. Minute den Ausgleich erzielte und mental auf der Überholspur war. Dem ESV fiel es sichtlich schwer sich von den krassen Fehlenentscheidungen zu befreien und brach am Ende komplett ein. Als wäre dies nicht genug wurde Sobanic in der 50. Minute beim Wurf in der Luft so geschubbt, dass er vom Spielfeld musste. Auch dieses Foul ahnteten die Schiris nicht.
Am Ende spiegelt das Ergebnis keineswegs die Leistung wieder. Dem Ernestiner SV Gotha is es durchaus bewusst, dass es in Thüringen sehr wenige Unparteiische gibt. Allerdings ist es nicht hinnehmbar, dass ein Schiedsrichter in solcher einer Art und Weise seine Machtposition ausnutzt und so das Spiel entscheidet. Gotha hat hierzu einen gesonderten Bericht an den Verband geschrieben.
Für die Ernestiner spielten:
Seitz, Erlebach - Sobanic 3, Liening 3, Sutor 3, Walger 3, Desens 3, Köhler 4, Hoang, Mitrovic, Hänsgen